Die Kugellager der Inlineskates


Im Hinblick auf die Größe wird bei Inlineskates zwischen 608er- und 688er-Lagern unterschieden. 608er-Lager haben einen Innendurchmesser von 8mm, einen Außendurchmesser von 22mm und sind 7mm breit. Bei 688er-Lagern, die auch Microlager genannt werden, beträgt der Innendruchmesser ebenfalls 8mm, der Außendurchmesser allerdings nur 16mm und diese Lager sind nur 5mm breit. In den meisten Fällen werden die 608er-Kugellager verwendet. Zusätzlich zu der Größe weisen Buchstaben in der Bezeichnung auf weitere Merkmale hin. So handelt es sich bei einem Kugellager mit der Bezeichnung S608 beispielsweise um ein Edelstahllager, ein Kugellager 608ZZ hat zwei Metalldeckscheiben und der Zusatz 6082RS steht für zwei Deckscheiben mit einer staub- und wasserresistenten Gummidichtung.

Die ABEC-Klassen

InfoRollen


Eine weitere Kategorisierung der Kugellager erfolgt mithilfe der ABEC-Skala. Das Kürzel ABEC steht für Annular Bearing Engineering Commitee und dieser Fachausschuss hat eine Skala entwickelt, die die Toleranzklassen bei der Fertigung von Kugellagern definiert. Kugellager für Inlineskates werden in den Klassen ABEC 1, ABEC 3, ABEC 5, ABEC 7, ABEC 9 und ABEC 11 angeboten. Die Qualität steigt analog zu den Klassen und je höher die ABEC Einstufung ist, desto geringer ist die Fertigungstoleranz. Allerdings bezieht sich der ABEC Grad tatsächlich nur auf die Fertigungstoleranzen. Über die Haltbarkeit oder den Leichtlauf der Kugellager sagt er somit genauso wenig aus, wie über die Qualität der verwendeten Materialien oder die Schmierung. Zudem sind die Lager mit steigendem ABEC Grad zunehmend anfällig gegenüber Schmutz. Während beispielsweise ein ABEC 3 Lager genug Spiel hat, um Schmutzpartikel zu kompensieren, würde ein ABEC 11 Lager bei der gleichen Menge Schmutz nahezu blockieren oder sich zumindest durch laute Geräusche bemerkbar machen. Bei Inlineskates werden daher meist Kugellager in den Klassen ABEC 3, 5 oder 7, seltener auch 9 verwendet.

Die Wartung der Kugellager


Um die Kugellager zu schmieren, hat sich das haltbare und wasserfeste Lagerfett aus dem Kraftfahrzeugbedarf bewährt. Fettgefüllte Kugellager kommen vor allem im Freizeitbereich zum Einsatz, denn sie sind meist beidseitig verschlossen und daher wartungsarm. Allerdings entwickelten fettgefüllte Kugellager ihre endgültigen Laufeigenschaften erst nachdem sie über eine längere Strecke eingefahren wurden und für hohe Geschwindigkeiten sind sie nur bedingt geeignet. Skater, die viel und gerne schnell fahren, verwenden deshalb häufig lieber ölgeschmierte Kugellager. Diese Kugellager müssen nämlich nicht eingefahren werden und laufen deutlich leichter. Allerdings wird ein Teil des Öls beim Fahren herausgeschleudert, weshalb ölgeschmierte Kugellager häufiger gewartet und gereinigt werden müssen. Eine Art Mittelweg bilden Kugellager, die mit Gelen geschmiert sind. Gelgeschmierte Kugellager laufen etwas schwerer als ölgeschmierte Kugellager, sind jedoch wartungsärmer. Eine Sonderstellung nehmen Keramiklager ein. Sie weisen hervorragende Laufeigenschaften auf, kommen gänzlich ohne Schmierung aus und erfordern kaum Pflege, sind allerdings auch sehr teuer.

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